Man kann sagen, dass Timo Imbschweiler am Ziel angekommen ist. Zumindest am Zwischenziel, denn der Elektroingenieur wollte studieren. Bevor er sich 2004 an der Fachhochschule Kaiserslautern einschrieb, hatte er bereits ein gutes Stück Weg zurückgelegt.
Eine klassische Ausbildung als gute Grundlage
Nach seinem Realschulabschluss 2000 machte er beim Reifenhersteller Michelin in Bad Kreuznach eine Ausbildung zum Energieelektroniker. Drei Jahre lang lernte er, wie man elektrische Maschinen montiert, Antriebssysteme installiert und in Betrieb nimmt. Danach besuchte er erneut die Schule und machte das Fachabitur mit einem technischen Schwerpunkt.
Der nächste Schritt: FH-Diplom
Dann bekam er einen Tipp von seinem Ausbilder, der ihn auf das kooperative Studium an der Fachhochschule Kaiserslautern aufmerksam machte. Mit seinem Arbeitgeber im Rücken machte er nach sieben Semestern seinen Abschluss als Diplom-Ingenieur (FH) in Elektrotechnik.
Die Rückendeckung durch das Unternehmen war wichtig
„Die Unterstützung durch das Unternehmen und die Kollegen ist wichtig“, sagt er rückblickend. Das duale Studium hat einen großen Vorteil: Timo Imbschweiler konnte studieren und weiterhin bei Michelin arbeiten. Wie ist er mit der Doppelbelastung umgegangen? „Ich hatte keine Probleme mit dem Wechsel zwischen Theorie und Praxis. Man hat gesehen, wofür man lernt und konnte die Theorie sofort anwenden.“
Zeitvorteil durch eine Vergütung
Wichtig war ihm auch die Bezahlung. Im dualen Studium erhielt er durchgängig eine Vergütung von Michelin. „Das ist ein echter Zeitvorteil – man wird schneller mit dem Studium fertig.“ Der Abschluss war 2008. Seitdem arbeitet er im Technischen Büro bei Michelin als Konstrukteur für Anlagen.